Home
Sitemap
Impressum
Unter Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK, versteht man das gleichzeitige
Gewinnen und Nutzen von Strom und Wärme.* Der Strom wird entweder
selbst genutzt oder in die öffentlichen Netze eingespeist. Die
gewonnene Wärme wird über Fern- oder Nahwärmenetze für die
Beheizung öffentlicher und privater Gebäude bereitgestellt oder zur
Versorgung von Betrieben mit Prozesswärme genutzt.
Wirkungsgrad
Welchen Unterschied der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung ausmacht,
zeigt ein Vergleich der Wirkungsgrade. Bei thermischen Kraftwerken
ohne KWK liegt er nur zwischen 30 und 45 Prozent! Bei KWK-Anlagen
wird durch die gleichzeitige Abgabe von Strom und Wärme mit 60 bis 90
Prozent ein sehr viel höherer Wirkungsgrad erreicht.**
Mini-KWK
Zunehmend an Bedeutung gewinnen kleine KWK-Anlagen für die
Versorgung einzelner Betriebe oder Wohngebiete bzw. einzelner Mehr-
und Einfamilienhäuser. Der höhere Wirkungsgrad dieser Mini- und
Mikro-KWK-Anlagen führt zu einem niedrigeren Energiebedarf aus
Großkraftwerken und verringert durch das Einsparen von Brennstoff den
klimaschädlichen Ausstoß von Kohlendioxid. In Deutschland wird daher
der Ausbau von KWK-Anlagen durch das KWK-Gesetz gefördert.
Umweltschonung und Wirtschaftlichkeit
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, basiert ebenfalls auf dem
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, unterstützt dabei aber die Verwendung
von nachwachsenden Rohstoffen. Und das macht auch Sinn: Denn
durch den Einsatz von Treibstoffen, die aus nachwachsenden
Rohstoffen gewonnen werden, wird bei der Energiegewinnung nur so
viel CO2 freigesetzt, wie der Rohstoff bei seinem Wachstum aus der Luft
aufgenommen und gebunden hat. Deshalb bezeichnet man diese Art
der Energieerzeugung auch als CO2-neutral.
Zum Vergleich: Bei der Produktion von einer Kilowattstunde Strom und
zwei Kilowattstunden Wärme stößt ein Braunkohle-Heizkraftwerk über
1.400 Gramm CO2 aus, wie das Öko-Institut Darmstadt errechnete. Die
sinnvollste Kombination von KWK und erneuerbaren Energien ergibt
sich bei den sogenannten Blockheizkraftwerken (BHKW). Diese BHKW
haben den Vorteil, dass sie Energie CO2-neutral - also umweltschonend
- dort erzeugen, wo sie benötigt wird. Sie speisen ihren erzeugten Strom
ein und stellen ihre Abwärme über Nahwärmenetze zur Verfügung. Die
kurzen Wege reduzieren Energieverluste und erhöhen
dementsprechend nochmals den Wirkungsgrad.
* HUMMEL-Facts
KWK Anlagen produzieren
Wärme und Strom üblicherweise
im Verhältnis 3:2. Unsere
„Hummeln” schaffen ein
Verhältnis von 1:1!
** HUMMEL-Facts
Unsere "Hummeln" erreichen
durch die effiziente Kraft-Wärme-
Kopplung einen Wirkungsgrad
von 85 bis 91 Prozent!